Vereinigtes Königreich
Die britische Pensionsregulierung lenkt Systeme mit Leistungszusagen in britische Staatsanleihen (Gilts). Seit der LDI-Krise 2022 hat die Bank of England eine ständige Repo-Absicherung für Gilt-Inhaber eingeführt. Der Pension Schemes Act 2026 schuf eine Reservebefugnis, um beitragsorientierten Pensionssystemen Anlagequoten vorzuschreiben. Die Stempelsteuer auf Aktien und die Befreiung von Gilts von der Kapitalertragsteuer begünstigen Staatsanleihen steuerlich. Im September 2026 legte die Zentralbank einen mehrjährigen Plan zum Abbau der quantitativen Lockerung fest, bei dem sämtliche Gilt-Verkäufe an das DMO gehen sollen.
- 15 in Kraft
- 4 verabschiedet
- 2 vorgeschlagen oder in Diskussion
Stand der Maßnahmen
Wie der Index aufgebaut ist
Jedes Segment zeigt den Beitrag einer Regelkategorie oder der Marktkomponente zum Index. Der gesamte Balken entspricht 100.
- Regulatorisch gebundene Nachfrage 8,0
- Zentralbankfinanzierung 8,0
- Kapitalverkehrskontrollen 6,4
- Zinsobergrenzen 0,0
- Aufsichtsrechtliche Bevorzugung staatlicher Schuldner 4,0
- Kreditlenkung 2,0
- Steueranreize 3,5
- Beschränkungen für Sachwerte 3,8
- Transaktionssteuern 2,5
- Marktkomponente 6,2
Index = 80 % × Regeln (47,7) + 20 % × Markt (30,8) = 44,4
Die Methode einfach erklärt
- Regelkomponente (0–100). Jede der 9 Kategorien kann bis zu ihrem Gewicht beitragen (die Gewichte ergeben zusammen 100). Die Intensität einer Kategorie steigt mit jeder darin enthaltenen Maßnahme, die in Kraft ist: Eine Maßnahme zählt entsprechend ihrem Schweregradfaktor (0,25 bei Schweregrad 1, 0,5 bei 2, 0,8 bei 3). Jede weitere Maßnahme schließt einen Teil der verbleibenden Lücke. Eine größere Zahl an Maßnahmen erhöht den Wert somit mit abnehmendem Zusatzbeitrag: Zwei Maßnahmen mit Schweregrad 3 ergeben 96 %.
- Marktkomponente (0–100). Durchschnitt der folgenden Marktwerte: wie negativ der reale Leitzins ist und welchen Anteil der Staatsschulden die eigene Zentralbank und inländische Banken halten.
- Index. 80 % Regeln + 20 % Markt, sofern Marktdaten vorliegen, sonst nur Regeln. Verabschiedete, aber noch nicht geltende Gesetze zählen nur im Ausblick; Vorschläge zählen nie.
Die 9 Kategorien
Gewicht = maximale Punktzahl, die eine Kategorie zur Regelkomponente beitragen kann. Intensität = Anteil dieses Gewichts, den die geltenden Maßnahmen ausfüllen. Öffnen Sie eine Kategorie, um die berücksichtigten Maßnahmen zu sehen. „Was ist das?“ zeigt die zugrunde liegenden Instrumente weltweit und im historischen Verlauf.
- 1 verabschiedet, 2 vorgeschlagen nicht berücksichtigtGewicht 16Intensität 63 %Punkte 8,0 → 10,4 sobald verabschiedete Gesetze gelten
Vorgeschriebene Bestände an Staatsschuldtiteln bei Pensionsfonds, Versicherern oder Banken. Was ist das? →
Regulatorisch gebundene Nachfrage: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 2 von 3 0,5 5,7 1 von 3 0,25 2,3 - Gewicht 16Intensität 63 %Punkte 8,0
Käufe von Staatsschuldtiteln durch Zentralbanken, Zinskurvensteuerung, direkte monetäre Finanzierung. Was ist das? →
Zentralbankfinanzierung: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 2 von 3 0,5 5,7 1 von 3 0,25 2,3 - 1 verabschiedet nicht berücksichtigtGewicht 16Intensität 50 %Punkte 6,4 → 9,6 sobald verabschiedete Gesetze gelten
Beschränkungen für Geldtransfers ins Ausland, Obergrenzen für Auslandsinvestitionen, Devisenkontrollen. Was ist das? →
Kapitalverkehrskontrollen: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 2 von 3 0,5 6,4 - ZinsobergrenzenGewicht 14Intensität 0 %Punkte 0,0
Obergrenzen für Einlagen- oder Kreditzinsen sowie administrativ festgelegte Zinssätze. Hier sind keine Maßnahmen in Kraft. Was ist das? →
- Gewicht 10Intensität 50 %Punkte 4,0
Aufsichtsrechtliche Regeln, die Staatsschuldtitel begünstigen (Risikogewichte von null, Vorschriften für Liquiditätspuffer, Ausnahmen von der Verschuldungsquote). Was ist das? →
Aufsichtsrechtliche Bevorzugung staatlicher Schuldner: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 2 von 3 0,5 4,0 - 1 verabschiedet nicht berücksichtigtGewicht 10Intensität 25 %Punkte 2,0 → 5,0 sobald verabschiedete Gesetze gelten
Staatlich gelenkte Kreditvergabe, Kreditvorgaben und Pflichten zu Investitionen im Inland oder in staatliche Schwerpunktbereiche. Was ist das? →
Kreditlenkung: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 1 von 3 0,25 2,0 - 1 verabschiedet nicht berücksichtigtGewicht 7Intensität 63 %Punkte 3,5 → 4,0 sobald verabschiedete Gesetze gelten
Steuervergünstigungen für Staatsanleihen oder steuerliche Nachteile für konkurrierende Anlagen. Was ist das? →
Steueranreize: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 2 von 3 0,5 2,5 1 von 3 0,25 1,0 - Gewicht 6Intensität 79 %Punkte 3,8
Mietpreisregulierung, Immobilienbeschränkungen und Grenzen für den Besitz von Gold, Bargeld oder Kryptowerten. Was ist das? →
Beschränkungen für Sachwerte: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 2 von 3 0,5 1,7 1 von 3 0,25 0,7 1 von 3 0,25 0,7 1 von 3 0,25 0,7 - Gewicht 5Intensität 63 %Punkte 2,5
Finanztransaktionssteuern, Stempelsteuern und ähnliche Abgaben auf nichtstaatliche Vermögenswerte. Was ist das? →
Transaktionssteuern: im Index berücksichtigte Maßnahmen Berücksichtigte Maßnahme Schweregrad Faktor Punkte 2 von 3 0,5 1,8 1 von 3 0,25 0,7
Marktkomponente 30,8 / 100
Durchschnitt der verfügbaren Messwerte, mit einem Anteil von 20 % am Index (hier 6,2 Punkte).
Realer Leitzins
19,1 / 1000,7% · Aug. 2026
Leitzins abzüglich Inflation. Ein Realzins von +2% oder mehr ergibt 0 Punkte; −5% oder weniger ergibt 100 Punkte; dazwischen verläuft die Bewertung linear. Sparer verlieren am meisten, wenn er stark negativ ist.
Leitzins 3.75% abzüglich Verbraucherpreisinflation 3.087% (gegenüber dem Vorjahr), 2026-08.
Von der Zentralbank und inländischen Banken gehaltene Schulden
42,6 / 10025,5% of government debt · 2025-Q4
Anteil der Staatsschulden, den die inländische Zentralbank und inländische Banken halten. 0% ergibt 0 Punkte; 60% oder mehr ergibt 100 Punkte; dazwischen verläuft die Bewertung linear.
Zentralbank 17.8% + inländische Banken 7.73% der gesamtstaatlichen Schulden, 2025-Q4.
Indikatoren
Messdaten aus internationalen Quellen als Ergänzung zu den obigen Regeln. Realzinsen unter null bedeuten Kaufkraftverluste für Sparer.
Leitzins, Inflation und Realzins
Wer Staatsschuldtitel hält
Der Liquidationseffekt folgt Reinhart und Sbrancia: Bei einem negativen Realzins werden jährlich etwa −(Realzins × Schulden) des BIP von Sparern zum Staat umverteilt. Die Berechnung verwendet den Leitzins und dient daher nur als grobe Orientierung. Quellen: BIS, BIS central bank policy rates; BIS consumer prices; IMF, IMF DataMapper: World Economic Outlook (October 2026); Fiscal Monitor (October 2026); Menzie D. Chinn and Hiro Ito, The Chinn-Ito Index (KAOPEN): a de jure measure of financial openness; IMF, Sovereign Debt Investor Base for Advanced Economies / for Emerging Markets and Developing Economies (Arslanalp and Tsuda).
Maßnahmen
Alle hier erfassten Maßnahmen mit Rechtsgrundlage und Quellen. Nur Maßnahmen, die in Kraft sind, zählen im Index.
In Kraft (15)
Renters' Rights Act 2025 (England)
Erhöht den Index um 0,7 Punkte
Seit 1. Mai 2026 dürfen private Vermieter in England die Miete nur einmal jährlich durch eine gesetzlich vorgeschriebene Mitteilung mit zwei Monaten Vorlauf erhöhen. Mietanpassungsklauseln sind unwirksam. Mieter können Erhöhungen vor dem First-tier Tribunal anfechten. Eine zahlenmäßige Obergrenze gibt es nicht.
Warum die Maßnahme zählt: Vorgaben zu Häufigkeit und Verfahren von Mieterhöhungen verlangsamen die Anpassung an die Inflation und schmälern die realen Renditen von Mietimmobilien.
Rechtsgrundlage Renters' Rights Act 2025 (c. 26), Section 6 (amending Housing Act 1988 s.13; new s.13(4A)) und 1 weitere
Renters' Rights Act 2025 (c. 26), Section 6 (amending Housing Act 1988 s.13; new s.13(4A))Primärquelle
“The rent for a period of an assured tenancy to which this section applies may not be greater than the rent for the previous period except by virtue of”
The Renters' Rights Act 2025 (Commencement No. 2 and Transitional and Saving Provisions) Regulations 2026 (SI 2026/421), Regulation 2Primärquelle
“The following provisions of the 2025 Act, in so far as not already in force, come into force on 1st May 2026 for the purposes of assured tenancies that are not social housing assured tenancies”
Schottland: Mietkontrollgebiete (Housing (Scotland) Act 2025)
Erhöht den Index um 0,7 Punkte
Der Housing (Scotland) Act 2025 erlaubt Ministern, Mietkontrollgebiete auszuweisen. Dort sind jährliche private Mieterhöhungen auf die Verbraucherpreisinflation zuzüglich 1 %, höchstens aber 6 %, begrenzt. Diese Befugnisse traten am 1. April 2026 in Kraft. Kommunale Mietberichte sind bis 31. Mai 2027 vorzulegen; bisher wurde kein Gebiet ausgewiesen. Wohnungen im mittleren Mietsegment und speziell für die Vermietung errichtete Neubauten sind nach seit 1. April 2026 geltenden Verordnungen ausgenommen.
Warum die Maßnahme zählt: Eine inflationsgebundene Grenze mit zusätzlicher fester Obergrenze begrenzt in Jahren hoher Inflation das reale Mietwachstum.
Rechtsgrundlage Housing (Scotland) Act 2025 (asp 13), Section 9(1) (power to designate rent control area) und 1 weitere
Housing (Scotland) Act 2025 (asp 13), Section 9(1) (power to designate rent control area)Primärquelle
“the Scottish Ministers may by regulations designate all or part of the area of the local authority as a rent control area.”
Housing (Scotland) Act 2025 (asp 13), Section 23 (inserting Part 4A into the Private Housing (Tenancies) (Scotland) Act 2016: new ss.43D and 43L(2))Primärquelle
“But the landlord under a current tenancy may not increase the rent payable under the tenancy by more than the permitted rate.”
Cryptoasset Reporting Framework: Börsen melden Bestände und Geschäfte britischer Nutzer an HMRC
Erhöht den Index um 6,4 Punkte
Seit 1. Januar 2026 müssen meldende britische Kryptowerte-Dienstleister (Börsen, Broker, Händler) Daten zur steuerlichen Ansässigkeit und Identität aller Nutzer erheben. Nutzer mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich oder in CARF-Partnerländern sind jährlich samt einer Zusammenfassung ihrer Transaktionen an HMRC zu melden. Die erste Meldung für das Kalenderjahr 2026 ist zwischen 1. Januar und 31. Mai 2027 abzugeben. Geldbußen betragen bis zu 300 GBP je Nutzer. Anbieter dürfen Kunden, die die Angaben nicht liefern, Dienstleistungen verweigern.
Warum die Maßnahme zählt: Die praktische Anonymität von über Vermittler gehaltenen Kryptowerten endet, auch für rein inländische britische Nutzer, da das Vereinigte Königreich CARF auf eigene Einwohner ausgedehnt hat. Aus dem Bankensystem verlagerte Bestände werden damit ähnlich wie Bankzinsen für die Steuerbehörde sichtbar.
Rechtsgrundlage The Reporting Cryptoasset Service Providers (Due Diligence and Reporting Requirements) Regulations 2025 (SI 2025/744), Regulation 1 (citation and commencement) und 2 weitere
The Reporting Cryptoasset Service Providers (Due Diligence and Reporting Requirements) Regulations 2025 (SI 2025/744), Regulation 1 (citation and commencement)Primärquelle
“These Regulations may be cited as the Reporting Cryptoasset Service Providers (Due Diligence and Reporting Requirements) Regulations 2025 and come into force on 1st January 2026.”
HMRC Cryptoassets Manual, CRYPTO49000 - The Cryptoasset Reporting FrameworkPrimärquelle
“The reporting obligation applies in relation to customers resident in the UK and customers resident in one of the countries in the list provided by HMRC.”
HMRC guidance: Reporting cryptoasset user and transaction data, When to report / PenaltiesPrimärquelle
“You need to submit your first report between 1 January 2027 and 31 May 2027, giving details for 1 January 2026 to 31 December 2026.”
Befristete SDRT-Befreiung für neu börsennotierte Unternehmen
Erhöht den Index um 0,7 Punkte
Seit 27. November 2025 sind Geschäfte mit Aktien von Unternehmen, die neu an einem regulierten britischen Markt notiert werden, für drei Jahre nach der Notierung von der SDRT von 0,5 % befreit. Ausnahmen gelten, wenn die Notierung aus einer Fusion börsennotierter Unternehmen oder einer Holding-Umstrukturierung hervorgeht oder sich nach der Notierung die Kontrolle über das Unternehmen ändert.
Warum die Maßnahme zählt: Die Befreiung begrenzt die Aktienhandelssteuer bei neuen Börsennotierungen und verringert den Steuerabstand zwischen Aktien und Gilts etwas.
Rechtsgrundlage Finance Act 2026 (c. 11), inserting section 89C (UK listing relief) into the Finance Act 1986, Section 85(1) (new FA 1986 s.89C(1)) and s.85(2) und 1 weitere
Finance Act 2026 (c. 11), inserting section 89C (UK listing relief) into the Finance Act 1986, Section 85(1) (new FA 1986 s.89C(1)) and s.85(2)Primärquelle
“The amendment made by subsection (1) has effect in relation to an agreement to transfer chargeable securities in a company that is first listed on or after 27 November 2025”
HMRC policy paper: Stamp Duty Reserve Tax: UK listing reliefPrimärquelle
“The measure will have effect for agreements to transfer made on or after 27 November 2025. It will apply where the shares of the relevant company are newly listed on or after that date.”
Mansion House Accord (freiwillige Zusage für britische Anlagen)
Erhöht den Index um 2,0 Punkte
Siebzehn Anbieter betrieblicher Altersvorsorge sagten im Mai 2025 zu, bis 2030 mindestens 10 % der Standardfonds beitragsorientierter Systeme in private Märkte zu investieren, davon mindestens 5 % in britische Anlagen, vorbehaltlich eines ausreichenden Angebots. Die Vereinbarung baut auf dem Mansion House Compact von 2023 auf.
Warum die Maßnahme zählt: Von der Regierung geförderte Zusagen lenken Altersvorsorgeersparnisse zu heimischen Prioritäten. Dahinter steht die Möglichkeit, die gesetzliche Reservebefugnis einzusetzen.
Kein Rechtsakt: eine freiwillige oder informelle Vereinbarung.
Contingent NBFI Repo Facility für Gilt-Inhaber
Erhöht den Index um 2,3 Punkte
Seit Januar 2025 kann die Bank of England bei schweren Störungen am Gilt-Markt zugelassenen Versicherern, leistungsorientierten Pensionssystemen und LDI-Fonds Geld gegen Gilts leihen. Teilnehmer benötigen in der Regel Gilt-Bestände von rund 2 Milliarden GBP.
Warum die Maßnahme zählt: Eine ständige Zentralbankabsicherung erleichtert in Krisen die Refinanzierung von Gilts und stützt damit die institutionelle Nachfrage.
Rechtsgrundlage Bank of England Market Operations Guide: Contingent Non-Bank Financial Institution Repo Facility (CNRF) und 1 weitere
Bank of England Market Operations Guide: Contingent Non-Bank Financial Institution Repo Facility (CNRF)Primärquelle
“The CNRF will lend cash to participating insurance companies, pension funds and liability-driven investment funds against UK sovereign debt (gilts) for a short lending term.”
Bank of England news release: Bank of England to open new contingent non-bank lending facility for applicationsPrimärquelle
“To maximise effectiveness, firms need to hold more than £2 billion gilts alongside meeting other eligibility criteria.”
Finanzierungskodex für leistungsorientierte Pensionen: geringe Abhängigkeit vom Arbeitgeber bei zunehmender Reife
Erhöht den Index um 5,7 Punkte
Das Regelwerk zur Finanzierung leistungsorientierter Pensionen (Funding and Investment Strategy Regulations von 2024 und DB funding code des Pensions Regulator), anwendbar auf Bewertungen ab 22. September 2024, verpflichtet die Systeme, bis zum Erreichen eines erheblichen Reifegrads eine Anlageaufteilung mit geringer Abhängigkeit vom Arbeitgeber zu planen, die Marktbewegungen sehr gut standhält.
Warum die Maßnahme zählt: Reife leistungsorientierte Pensionssysteme werden zu anleihelastigen, auf ihre Verpflichtungen abgestimmten Portfolios gedrängt. Darin dominieren Gilts und inflationsindexierte Gilts.
Rechtsgrundlage The Occupational Pension Schemes (Funding and Investment Strategy and Amendment) Regulations 2024 (SI 2024/462), made under Pensions Act 2004 s.221A, Schedule, paragraph 1(c); regulation 5 und 1 weitere
The Occupational Pension Schemes (Funding and Investment Strategy and Amendment) Regulations 2024 (SI 2024/462), made under Pensions Act 2004 s.221A, Schedule, paragraph 1(c); regulation 5Primärquelle
“the objective that on and after the relevant date the assets to which the minimum funding level relates, as provided for in paragraph 3, are invested in accordance with a low dependency investment allocation.”
The Occupational Pension Schemes (Funding and Investment Strategy and Amendment) Regulations 2024 (SI 2024/462), Regulation 5 (Low dependency investment allocation)Primärquelle
“the value of the assets relative to the value of the scheme’s liabilities is highly resilient to short-term adverse changes in market conditions”
Regeln für Kryptowerbung: 24 Stunden Bedenkzeit, Angemessenheitsprüfungen, Anreizverbot
Erhöht den Index um 0,7 Punkte
Seit 8. Oktober 2023 gilt die Werbung für qualifizierte Kryptowerte gegenüber britischen Verbrauchern, auch durch ausländische Unternehmen, als regulierte Finanzwerbung. Sie muss von einem FCA-zugelassenen Unternehmen oder einem nach den MLR registrierten Kryptounternehmen stammen oder genehmigt sein oder unter eine Ausnahme fallen; andernfalls ist sie strafbar. Kryptowerte gelten als Anlagen für den Massenmarkt mit Beschränkungen. Unternehmen müssen daher Erstanlegern vor einem direkten Angebot eine Bedenkzeit von 24 Stunden gewähren, Angemessenheitsprüfungen durchführen und vorgeschriebene Risikowarnungen anzeigen. Sie dürfen keine „Freunde werben“-Prämien oder ähnliche Anlageanreize anbieten.
Warum die Maßnahme zählt: Die Regeln schaffen verbindliche Hürden und Warnhinweise bei jedem erstmaligen Kauf durch Privatanleger. Sie erlauben der FCA, ausländischen Plattformen Werbung gegenüber britischen Sparern zu untersagen, und hemmen so den Wechsel von Einlagen und Gilts in Kryptowerte.
Rechtsgrundlage FCA Handbook, Conduct of Business Sourcebook (PS23/6), COBS 4.12A.18R (cooling off period) und 2 weitere
FCA Handbook, Conduct of Business Sourcebook (PS23/6), COBS 4.12A.18R (cooling off period)Primärquelle
“allows a period of at least 24 hours (the ‘cooling off period’) to elapse before communicating the direct offer financial promotion”
FCA guidance page on the cryptoasset financial promotions regime (FSMA 2000 s.21; Financial Promotion (Amendment) Order 2023), Scope and start datePrimärquelle
“All cryptoasset firms marketing to UK consumers, including firms based overseas, will need to comply with the UK financial promotions regime from 8 October 2023.”
FCA PS23/6 (press release), Ban on refer-a-friend bonusesPrimärquelle
“As part of a package of measures designed to ensure those who buy crypto understand the risk, ‘refer a friend’ bonuses will also be banned.”
LDI-Widerstandsfähigkeitspuffer nach der Gilt-Krise 2022
Erhöht den Index um 2,3 Punkte
Nach der LDI-Krise im September 2022 veröffentlichte der Pensions Regulator im April 2023 Leitlinien: Gehebelte LDI-Strategien von Pensionssystemen sollen einen Marktstresspuffer von mindestens 250 Basispunkten zuzüglich eines operativen Puffers vorhalten. Dies folgt einer Empfehlung des FPC der Bank of England.
Warum die Maßnahme zählt: Pensionssysteme müssen hinter ihren auf Gilts beruhenden Absicherungen mehr Sicherheiten halten, meist Gilts und Bargeld. Sie bleiben dadurch fest gebundene Gilt-Inhaber mit geringerem Hebel.
Rechtsgrundlage The Pensions Regulator, 'Using leveraged liability-driven investment' (detailed guidance), Market stress buffer
The Pensions Regulator, 'Using leveraged liability-driven investment' (detailed guidance), Market stress bufferPrimärquelle
“The LDI arrangement should also operate a market stress buffer, so the fund can operate as business as usual even where there are sharp market movements. This buffer should be, at a minimum, 250 bps.”
FCA-Verbot des Verkaufs von Kryptoderivaten an Privatkunden (ETN-Teil im Oktober 2025 aufgehoben)
Erhöht den Index um 1,7 Punkte
Seit 6. Januar 2021 verbieten FCA-Regeln (COBS 22.6) Unternehmen, die im oder vom Vereinigten Königreich aus tätig sind, den Verkauf, Vertrieb und die Vermarktung von Derivaten (CFDs, Optionen, Futures) und Exchange Traded Notes auf unregulierte Kryptowerte wie Bitcoin an Privatkunden. Seit 8. Oktober 2025 ist das ETN-Verbot für Krypto-ETNs aufgehoben, die an einer anerkannten britischen Investmentbörse zugelassen sind. Sie gelten nun als Anlagen für den Massenmarkt mit Beschränkungen. Das Derivateverbot und das Verbot von Krypto-ETNs ohne Zulassung an einer anerkannten britischen Börse bleiben bestehen.
Warum die Maßnahme zählt: Private Sparer können über britische Unternehmen keine gehebelten oder abgesicherten Kryptopositionen eingehen. Regulierte börsengehandelte Anlagen sind auf britisch notierte ETNs begrenzt, mit Vermarktungshürden und ohne FSCS-Schutz. Das verengt die Wege, über die Ersparnisse in Kryptowerte fließen.
Rechtsgrundlage FCA Handbook, Conduct of Business Sourcebook, COBS 22.6.5R (version effective 08/10/2025) und 2 weitere
FCA Handbook, Conduct of Business Sourcebook, COBS 22.6.5R (version effective 08/10/2025)Primärquelle
“sell a cryptoasset derivative or a non-UK RIE cryptoasset exchange traded note to a retail client”
FCA PS20/10 (press release announcing final rules), Commencement of the banPrimärquelle
“The ban will come into effect on 6 January 2021.”
FCA Handbook Notice 132 (press release), Retail access to UK RIE crypto ETNsPrimärquelle
“The FCA’s ban on retail access to cryptoasset derivatives will remain in place.”
Kapitalgewinnsteuer auf Kryptoveräußerungen (keine Befreiung wie bei Gilts)
Erhöht den Index um 2,5 Punkte
HMRC behandelt Krypto-Token als steuerpflichtige Vermögenswerte. Verkauf, Tausch gegen andere Token, Verwendung als Zahlungsmittel oder Schenkung (außer an Ehepartner, eingetragene Lebenspartner oder gemeinnützige Organisationen) gelten für die Kapitalgewinnsteuer als Veräußerung. Gewinne oberhalb des jährlichen Freibetrags von 3.000 GBP werden mit 18 % besteuert, soweit sie in die Grundtarifstufe der Einkommensteuer fallen, darüber mit 24 % (die auf gov.uk für Gewinne ab 6. April 2026 angegebenen Sätze). Es gelten wie bei Aktien Regeln zur Bestandszusammenfassung sowie zur Zuordnung am selben Tag und innerhalb von 30 Tagen.
Warum die Maßnahme zählt: Jeder Tausch von Kryptowerten untereinander und jeder mit Kryptowerten bezahlte Kauf ist ein steuerlicher Vorgang. Nur ein Freibetrag von 3.000 GBP schützt Gewinne, während Gilt-Gewinne vollständig steuerfrei sind (siehe uk-gilt-cgt-exemption). Das vergrößert den Nachsteuervorteil von Staatsschulden.
Rechtsgrundlage HMRC Cryptoassets Manual (applying the Taxation of Chargeable Gains Act 1992), CRYPTO22100 - Capital Gains Tax: what is a disposal und 2 weitere
HMRC Cryptoassets Manual (applying the Taxation of Chargeable Gains Act 1992), CRYPTO22100 - Capital Gains Tax: what is a disposalPrimärquelle
“Individuals need to calculate their gain or loss when they dispose of their tokens to find out whether they need to pay Capital Gains Tax.”
HMRC guidance: Check if you need to pay tax when you sell cryptoassets, Working out your gain (pooling and 30-day rule)Primärquelle
“The way you work out your gain is different if you sell tokens within 30 days of buying them.”
GOV.UK guide: Capital Gains Tax rates, Annual exempt amount 2026-27 (worked example)Primärquelle
“For the 2026 to 2027 tax year the allowance is £3,000, which leaves £9,600 to pay tax on.”
Bankaufsichtsregeln zugunsten von Gilts (LCR-Stufe 1, Ausnahme von Großkreditgrenzen)
Erhöht den Index um 4,0 Punkte
Nach den in britisches Recht übernommenen PRA-Regeln zählen britische Staatsschulden ohne Bewertungsabschlag zu den liquiden Aktiva der Stufe 1. Sie erhalten ein Risikogewicht von null, und entsprechende Forderungen sind von Großkreditgrenzen ausgenommen.
Warum die Maßnahme zählt: Banken können Liquiditäts- und Eigenkapitalvorgaben durch das Halten von Gilts zu geringen regulatorischen Kosten erfüllen. Das schafft eine strukturelle Nachfrage nach Staatsschulden.
Rechtsgrundlage PRA Rulebook, Liquidity Coverage Ratio (CRR) Part, Chapter 2, Article 10(1)(c)(i) and Article 10(2) und 2 weitere
PRA Rulebook, Liquidity Coverage Ratio (CRR) Part, Chapter 2, Article 10(1)(c)(i) and Article 10(2)Primärquelle
“assets representing claims on or guaranteed by the following central or regional governments, local authorities or public sector entities:”
Regulation (EU) No 575/2013 (UK CRR, as retained and amended), Article 114(4)Primärquelle
“the central government of the United Kingdom and the Bank denominated and funded in sterling”
PRA Rulebook, Large Exposures (CRR) Part, Chapter 4, Article 400(1)(a)Primärquelle
“asset items constituting claims on central governments, central banks or public sector entities which, unsecured, would be assigned a 0% risk weight under Part Three, Title II, Chapter 2;”
Gilt-Bestände der APF der Bank of England und Plan zur quantitativen Straffung
Erhöht den Index um 5,7 Punkte
Die Asset Purchase Facility (Ankauffazilität) der Bank of England hält noch rund 488 Milliarden GBP an Gilts aus der quantitativen Lockerung. Am 17. September 2026 legte das MPC einen mehrjährigen Plan fest, den geldpolitischen Bestand bis 2034 um rund 46 Milliarden GBP jährlich abzubauen, einschließlich jährlicher Verkäufe von 20 Milliarden GBP. Vorbehaltlich einer Einigung mit HM Treasury will die Bank diese an die Regierung (das DMO) statt am Markt verkaufen. APF-Auktionen sind unterdessen ausgesetzt. Unabhängig davon wird die Bankleitung rund 120 Milliarden GBP der am längsten laufenden Gilts bis zur Fälligkeit halten, um Banknoten indirekt zu decken.
Warum die Maßnahme zählt: Große Zentralbankbestände halten die Gilt-Renditen niedriger, als sie sonst wären. Ein langsamer, vorab angekündigter Abbau, der lang laufende Gilts ausnimmt, begrenzt den Druck auf langfristige Renditen.
Rechtsgrundlage Letter from the Governor to the Chancellor on the Asset Purchase Facility (APF), Points 1-3 und 1 weitere
Letter from the Governor to the Chancellor on the Asset Purchase Facility (APF), Points 1-3Primärquelle
“the remaining stock of bonds held for monetary policy purposes is unwound at an annual average pace of £46bn by the end of 2034, through annual sales of £20bn alongside maturing gilts.”
Letter from the Governor to the Chancellor on the Asset Purchase Facility (APF), Point 3Primärquelle
“the Bank Executive announced that £120bn of the longest-dated gilts in the APF will remain in the APF.”
Kursgewinne aus Gilts steuerfrei
Erhöht den Index um 1,0 Punkte
Nach Section 115 des Taxation of Chargeable Gains Act 1992 sind Veräußerungen britischer Staatsanleihen seit dem 2. Juli 1986 von der Kapitalgewinnsteuer befreit.
Warum die Maßnahme zählt: Unter Nennwert gekaufte Gilts mit niedrigem Kupon ermöglichen steuerfreie Gewinne. Für steuerpflichtige Sparer werden sie dadurch attraktiver als Aktien oder Einlagen.
Rechtsgrundlage Taxation of Chargeable Gains Act 1992 (c. 12), Section 115(1) und 1 weitere
Taxation of Chargeable Gains Act 1992 (c. 12), Section 115(1)Primärquelle
“any option or contract to acquire or dispose of gilt-edged securities or qualifying corporate bonds, shall not be a chargeable gain.”
HMRC Capital Gains Manual CG54900: Gilt-edged securitiesPrimärquelle
“Since 2 July 1986 all disposals of gilt-edged securities have been exempt from Capital Gains Tax, TCGA92/S115”
Stempelsteuer / SDRT von 0,5 % auf britische Aktienkäufe
Erhöht den Index um 1,8 Punkte
Käufer britischer Aktien zahlen bei elektronischen Geschäften 0,5 % Stamp Duty Reserve Tax (SDRT), bei papiergebundenen Übertragungen über 1.000 GBP 0,5 % Stempelsteuer und bei Übertragungen in bestimmte Hinterlegungsschein- oder Abwicklungssysteme 1,5 %. Gilts und an anerkannten Wachstumsmärkten gehandelte Aktien unterliegen der Abgabe nicht.
Warum die Maßnahme zählt: Die Besteuerung von Aktienkäufen bei gleichzeitiger Befreiung von Gilts senkt die Nettorendite britischer Aktien gegenüber Staatsanleihen.
Rechtsgrundlage Finance Act 1986 (c. 41), Part IV (Stamp Duty Reserve Tax), Section 87(1) (principal charge; rate in s.87(6)) und 2 weitere
Finance Act 1986 (c. 41), Part IV (Stamp Duty Reserve Tax), Section 87(1) (principal charge; rate in s.87(6))Primärquelle
“This section applies where a person (A) agrees with another person (B) to transfer chargeable securities (whether or not to B) for consideration in money or money's worth.”
GOV.UK guidance: Tax when you buy sharesPrimärquelle
“You’ll have to pay tax at 1.5% if you transfer shares into some ‘depositary receipt schemes’ or ‘clearance services’”
HMRC Stamp Taxes on Shares Manual STSM031160: Scope of SDRT: reliefs and exemptionsPrimärquelle
“for example exempt loan capital under section 79(4) FA1986, and government stocks (gilts)”
Verabschiedet, noch nicht in Kraft (4)
Cash-ISA-Freibetrag für unter 65-Jährige auf 12.000 GBP gesenkt
Zählt nur im Ausblick: erhöht den Wert um 0,9 Punkte, sobald die Maßnahme gilt
Am 10. September 2026 im Anschluss an den Haushalt vom November 2025 erlassene Vorschriften sehen vor, dass Sparer unter 65 Jahren ab 6. April 2027 höchstens 12.000 GBP des ISA-Freibetrags von 20.000 GBP in Bareinlagen anlegen dürfen. Übertragungen von Wertpapier-ISAs auf Cash-ISAs sind ihnen untersagt. Auf Zinsen für Barguthaben in Wertpapier-ISAs fällt eine pauschale Abgabe von 22 % an; hinzu kommen neue Regeln für Geldmarktfonds.
Warum die Maßnahme zählt: Der Wegfall der Steuerbegünstigung für einen Teil der Bareinlagen lenkt Sparer zu Aktien und anderen Wertpapieren. Die Regierung will damit Investitionen an britischen Märkten fördern.
Rechtsgrundlage The Individual Savings Account (Amendment) (No. 2) Regulations 2026 (SI 2026/1018), amending the Individual Savings Account Regulations 1998 (SI 1998/1870), Regulation 6 (new reg. 4(1ZA) of the 1998 Regulations) und 1 weitere
The Individual Savings Account (Amendment) (No. 2) Regulations 2026 (SI 2026/1018), amending the Individual Savings Account Regulations 1998 (SI 1998/1870), Regulation 6 (new reg. 4(1ZA) of the 1998 Regulations)Primärquelle
“In any year in which a qualifying individual is 64 or under at the end of that year, the subscription limit for the aggregate of the individual's subscriptions to cash accounts is £12,000.”
HMRC tax information and impact note: Cash Individual Savings Account (ISA) limit reductionPrimärquelle
“These include restrictions on transfers from stocks and shares ISAs and Innovative Finance ISAs”
FCA-Stablecoin-Regeln: Deckungswerte auf Bankeinlagen und Staatsschulden begrenzt
Zählt nur im Ausblick: erhöht den Wert um 4,3 Punkte, sobald die Maßnahme gilt
Nach den endgültigen Stablecoin-Regeln der FCA (Cryptoassets (Stablecoins) Instrument 2026, erlassen am 25. Juni 2026 und veröffentlicht in PS26/10 am 30. Juni 2026, neue CASS 16) darf ein britischer Emittent eines qualifizierten Stablecoins nur „core backing assets“ halten: täglich fällige Einlagen und kurzfristige Staatsschuldtitel des Vereinigten Königreichs oder der Zone A mit höchstens 365 Tagen Laufzeit. Nach Mitteilung an die FCA und bei Erfüllung zusätzlicher Bedingungen sind „expanded“ Deckungswerte wie länger laufende Staatsschuldtitel, auf öffentliche Schulden ausgerichtete CNAV-Geldmarktfonds und Repos zulässig. Auch dann muss ein Mindestanteil in Kerndeckungswerten bleiben: mindestens 5 % des Bestands oder die höchste tägliche Rücknahmequote der vergangenen 180 Tage. Dies gilt zusätzlich zur Pflicht, 5 % in täglich fälligen Einlagen zu halten. Die Regeln gelten ab 25. Oktober 2027.
Warum die Maßnahme zählt: Jedes Pfund in einem britischen Stablecoin muss in Bankeinlagen oder Staatsschulden angelegt werden. Stablecoin-Wachstum schafft damit regulatorisch gebundene Nachfrage nach Gilts und kurzfristigen Staatspapieren der Zone A, statt einen Ausweg aus diesen Anlagen zu bieten.
Rechtsgrundlage FCA PS26/10, Cryptoassets (Stablecoins) Instrument 2026, CASS 16.2.15R (core backing assets only) und 1 weitere
FCA PS26/10, Cryptoassets (Stablecoins) Instrument 2026, CASS 16.2.15R (core backing assets only)Primärquelle
“Subject to CASS 16.2.16R, a firm may only hold core backing assets in a backing asset pool.”
FCA PS26/10, Glossary (Cryptoassets) Instrument 2026, Glossary definition: short-term government debt instrumentPrimärquelle
“a debt security representing a claim on the UK government or the central government of a Zone A country with a residual maturity of 365 days or fewer.”
Pension Schemes Act 2026: Reservebefugnis zur Vorgabe der Vermögensaufteilung
Zählt nur im Ausblick: erhöht den Wert um 3,5 Punkte, sobald die Maßnahme gilt
Der Pension Schemes Act 2026 (königliche Zustimmung am 29. April 2026) gibt der Regierung eine Reservebefugnis, Standardfonds beitragsorientierter Master Trusts und betrieblicher Gruppenpensionspläne Mindestanteile an Private Equity, Wagniskapital, privaten Krediten, Grundstücken, Infrastruktur und nicht börsennotiertem Eigenkapital vorzuschreiben. Die Vorgabe ist auf 10 % begrenzt, davon bis zu 5 % in britischen Anlagen. Die Befugnis ist noch nicht in Kraft: Ihr Beginn wird durch eine Inkraftsetzungsverordnung bestimmt. Vor dem 1. Januar 2028 dürfen keine auf sie gestützten Verordnungen erlassen werden. Wird sie nicht bis Ende 2032 in Kraft gesetzt, verfällt sie; Ende 2035 wird sie aufgehoben.
Warum die Maßnahme zählt: Die Befugnis erlaubt dem Staat, die Altersvorsorgeersparnisse von Beschäftigten in ausgewählte Anlageklassen und britische Investitionen zu lenken, statt die Aufteilung den Treuhändern zu überlassen.
Rechtsgrundlage Pension Schemes Act 2026 (c. 22), Section 40 (inserting section 28C into the Pensions Act 2008), new s.28C(18) und 1 weitere
Pension Schemes Act 2026 (c. 22), Section 40 (inserting section 28C into the Pensions Act 2008), new s.28C(18)Primärquelle
“The Secretary of State may not make regulations under subsection (1) before 1 January 2028.”
Pension Schemes Act 2026 (c. 22), Section 133(6)Primärquelle
“If section 40 has not been brought into force before the end of 2032 in respect of the insertion of”
FSMA-Kryptoregelwerk: FCA-Zulassung erforderlich, auch für ausländische Plattformen mit britischen Privatkunden
Zählt nur im Ausblick: erhöht den Wert um 4,8 Punkte, sobald die Maßnahme gilt
Die am 4. Februar 2026 erlassenen Financial Services and Markets Act 2000 (Cryptoassets) Regulations 2026 machen ab 25. Oktober 2027 den Betrieb von Kryptohandelsplattformen, Handel, Vermittlung, Verwahrung, Staking und die Ausgabe von Pfund-Stablecoins aus dem Vereinigten Königreich zu FCA-zulassungspflichtigen Tätigkeiten. Ein ausländisches Unternehmen, das direkt mit einem britischen Privatkunden Kryptowerte kauft oder verkauft, gilt als im Vereinigten Königreich tätig. Es benötigt daher eine britische Zulassung, sofern keine FCA-zugelassene britische Plattform oder kein entsprechender Vermittler zwischengeschaltet ist. Die endgültigen FCA-Regeln (Policy Statements PS26/9 bis PS26/13, Juni 2026) gelten ab demselben Datum.
Warum die Maßnahme zählt: Nicht zugelassene ausländische Börsen verlieren den rechtmäßigen direkten Zugang zu britischen Sparern und müssen zugelassene britische Vermittler einschalten. Damit greifen britische Verhaltens-, Angemessenheits- und Meldevorschriften. Das verengt den Auslandsweg für die Verlagerung von Ersparnissen in Kryptowerte.
Rechtsgrundlage The Financial Services and Markets Act 2000 (Cryptoassets) Regulations 2026 (SI 2026/102), Regulation 1(2) (commencement) und 1 weitere
The Financial Services and Markets Act 2000 (Cryptoassets) Regulations 2026 (SI 2026/102), Regulation 1(2) (commencement)Primärquelle
“Subject to paragraph (3) these Regulations come into force on 25th October 2027 (the “full commencement day”).”
The Financial Services and Markets Act 2000 (Cryptoassets) Regulations 2026 (SI 2026/102), Regulation 41(6), inserting FSMA 2000 s.418(6C) (overseas firms dealing with UK consumers)Primärquelle
“A is involved in the sale or subscription of a qualifying cryptoasset to, or by, a consumer”
Vorgeschlagen (1)
Bank of England: systemische Stablecoins mit 70 % Gilts / 30 % unverzinsten BoE-Einlagen, Emissionsgrenze von 40 Mrd. GBP, keine Zinsen
Zählt nicht im Index
Der Entwurf des Code of Practice (Verhaltenskodex) der Bank of England für systemische Pfund-Stablecoins (Policy Statement vom 22. Juni 2026, Konsultationsende am 22. September 2026) verlangt eine Deckung zu 70 % durch kurzfristige britische Staatsschuldtitel mit bis zu 6 Monaten Laufzeit und zu 30 % durch unverzinste Einlagen bei der Bank of England. Er untersagt Emittenten Zinszahlungen an Coin-Inhaber und begrenzt vorläufig die Ausgabe jedes systemischen Stablecoins auf 40 Milliarden GBP. Er ersetzt die im November 2025 vorgeschlagenen Haltegrenzen je Coin von 20.000 GBP für Privatpersonen und 10 Millionen GBP für Unternehmen. Die Bank will den Kodex bis Ende 2026 fertigstellen, damit regulierte Stablecoins ab 2027 tätig werden können.
Warum die Maßnahme zählt: Systemische Stablecoins müssen 70 % ihrer Reserven in kurzfristige Gilts zurückführen und den Rest der Zentralbank zinslos leihen. Sie dürfen keine Erträge an Inhaber weitergeben. Ihr Gesamtumfang ist zum Schutz der Einlagenfinanzierung der Banken begrenzt. So können sie keine verzinsliche Alternative zu Einlagen und Gilts werden.
Rechtsgrundlage Bank of England policy statement: Sterling-denominated systemic stablecoins (under the Banking Act 2009 systemic payment systems regime), Backing assets - updated policy approach und 2 weitere
Bank of England policy statement: Sterling-denominated systemic stablecoins (under the Banking Act 2009 systemic payment systems regime), Backing assets - updated policy approachPrimärquelle
“Revision to a 70/30 backing asset composition: 70% short-term UK government debt and 30% unremunerated BoE deposits, consistent with historical liquidity risk events.”
Bank of England policy statement: Sterling-denominated systemic stablecoins, 2.2.4 Remuneration and rewards for coinholdersPrimärquelle
“Maintain our policy position that systemic stablecoins should not pay interest to coinholders.”
Draft Bank of England Systemic Stablecoin Issuer Code of Practice, Part 7 (Temporary Issuance Guardrail), para 1.1Primärquelle
“A systemic issuer must not issue systemic stablecoins in a systemic stablecoin product where the relevant systemic stablecoin product total exceeds £40 billion.”
In Diskussion (1)
Gestaltung des digitalen Pfunds: Haltegrenze von 10.000–20.000 GBP je Person und keine Zinsen
Zählt nicht im Index
Die Vorschläge der Bank of England und von HM Treasury zum digitalen Pfund (Konsultation vom 7. Februar 2023, Antwort vom 25. Januar 2024) sehen eine unverzinste CBDC für Privatkunden vor. Individuelle Bestände sollen anfänglich auf 10.000 bis 20.000 GBP begrenzt sein, mit höheren Grenzen für Unternehmen. Das Projekt befindet sich noch in der Entwurfsphase. Laut Bank ist keine Ausgabeentscheidung gefallen; über die nächsten Schritte soll 2026 entschieden werden. Jede Einführung erfordert ein Parlamentsgesetz.
Warum die Maßnahme zählt: Eine begrenzte, unverzinste staatliche Digitalwährung kann als Wertaufbewahrungsmittel nicht mit Bankeinlagen konkurrieren. Haushalte behalten ihre Ersparnisse daher im Bankensystem, das Staatsschulden finanziert. Die eigenen Modellrechnungen der Bank verknüpfen die Obergrenze mit der Begrenzung von Einlagenabflüssen.
Rechtsgrundlage Bank of England and HM Treasury: Response to the Consultation Paper - The digital pound, Holding limits und 2 weitere
Bank of England and HM Treasury: Response to the Consultation Paper - The digital pound, Holding limitsPrimärquelle
“For individuals, it was judged that a limit of between £10,000 and £20,000 would likely strike an appropriate balance.”
Bank of England and HM Treasury: Response to the Consultation Paper - The digital pound, RemunerationPrimärquelle
“The Consultation Paper explained that a digital pound would not be remunerated.”
Bank of England: The digital pound (project page), Next stepsPrimärquelle
“We haven’t made a decision on whether we will introduce a digital pound.”
Aufgehoben (1)
Notkäufe lang laufender Gilts durch die Bank of England (2022)
Zählt nicht im Index
Während der LDI-Krise kaufte die Bank vom 28. September bis 14. Oktober 2022 lang laufende Gilts und bot dafür bis zu 5 Milliarden GBP täglich an. In der letzten Woche erhöhte sie den Betrag auf 10 Milliarden GBP und nahm inflationsindexierte Gilts hinzu. Insgesamt kaufte sie für 19,3 Milliarden GBP; bis zum 12. Januar 2023 waren diese Bestände wieder verkauft.
Warum die Maßnahme zählt: Die Käufe zeigten, dass die Zentralbank eingreift, um Gilt-Renditen zu begrenzen, wenn Pensionsfonds zu Verkäufen gezwungen sind.
Rechtsgrundlage Bank of England press release: Bank of England announces gilt market operation und 1 weitere
Bank of England press release: Bank of England announces gilt market operationPrimärquelle
“To achieve this, the Bank will carry out temporary purchases of long-dated UK government bonds from 28 September.”
Bank of England Quarterly Bulletin 2023: Financial stability buy/sell tools: a gilt market case studyPrimärquelle
“Bank increases maximum daily operation size from £5 billion to £10 billion for the final week of operations.”
Vor heute
15 Beispiele für Vereinigtes Königreich im Instrumentarium, aus Vergangenheit und Gegenwart, nach Wirkungsweise des Instruments gruppiert. Jedes verlinkt das Instrument, seine weiteren Beispiele und das zitierte Gesetz.
LenkeLenke Ersparnisse zum Staat
Regulatorisch gebundene Nachfrage
Freiwillige Kriegsanleihe- und patriotische Sparkampagnen (moralische Einflussnahme)Treasury minute of 8 February 1916 establishing the war savings committees; war savings certificates (later national savings certificates)
1916 → 1978HistorischRegulatorisch gebundene Nachfrage
Gesetzliche Liquiditätsquoten, die mit Staatspapieren erfüllt werdenBank of England, 'Competition and Credit Control' consultative document of 14 May 1971 (minimum reserve assets ratio replacing the clearing banks' cash and liquidity ratios)
1971HistorischRegulatorisch gebundene Nachfrage
Pflichtanlage von Post- und Kleinsparguthaben in StaatspapierenNational Savings Bank Act 1971, ss. 17-18 (ordinary deposits paid to the National Debt Commissioners and invested in Parliamentary securities)
1971HistorischSteueranreize
Steuerbefreiungen für Kursgewinne aus StaatspapierenTaxation of Chargeable Gains Act 1992, section 115(1)(a)
1986 → heuteIn KraftSteueranreize
Steuerfreie staatliche Sparkonten und SparzertifikateIncome Tax (Trading and Other Income) Act 2005, sections 692 and 693
2005 → heuteIn Kraft
HalteHalte den Preis des Geldes niedrig
Zentralbankfinanzierung
Überziehungskredite und Überbrückungsvorschüsse an das SchatzamtWays and Means facility; HM Treasury–Bank of England temporary-extension announcement of 9 April 2020
2008 → 2020HistorischZentralbankfinanzierung
Durch Zentralbankreserven finanzierte Staatsanleihekäufe (QE)Monetary Policy Committee decision of 4-5 March 2009; Asset Purchase Facility
2009Historisch
BlockiereBlockiere die Auswege
Beschränkungen für Sachwerte
Beschränkungen des Goldbesitzes und Genehmigungspflichten für den GoldhandelExchange Control Act 1947 (10 & 11 Geo. 6 c. 14), section 1
1947 → 1979HistorischKapitalverkehrskontrollen
Umfassende Devisenkontrollen für Zahlungen und Kapitaltransfers ins AuslandExchange Control Act 1947 (10 & 11 Geo. 6 c. 14), Part II, s. 5 (payments in the United Kingdom)
1947 → 1979HistorischBeschränkungen für Sachwerte
Beschränkungen des Goldbesitzes und Genehmigungspflichten für den GoldhandelExchange Control (Gold Coins Exemption) Order 1966, SI 1966/438
1966HistorischKapitalverkehrskontrollen
Goldimport- und -exportverbote, Genehmigungen, Quoten und hohe ZölleClosure of the London gold market, 15 March 1968, and Washington gold pool statement of 17 March 1968
1968HistorischBeschränkungen für Sachwerte
Hohe Erwerbsteueraufschläge auf weitere WohnimmobilienFinance Act 2003, schedule 4ZA, higher rates for additional dwellings, as amended
2016 → heuteIn KraftBeschränkungen für Sachwerte
Mietstopps und an Stichtage gebundene MietenCost of Living (Tenant Protection) (Scotland) Act 2022, schedule 1
2022 → 2023HistorischBeschränkungen für Sachwerte
Obergrenzen für MieterhöhungenCost of Living (Tenant Protection) (Scotland) Act 2022 and 2023 rent-cap modification regulations
2022 → 2024Historisch
ÄndereÄndere die Vereinbarung in der Krise
Außerordentliche Maßnahmen
Zwangsablieferung (Beschlagnahme) privaten GoldesExchange Control Act 1947 (10 & 11 Geo. 6 c. 14), section 2
1947 → 1979Historisch
Weiterführende Literatur
- ‘Muddling through or tunnelling through?’ UK monetary and fiscal exceptionalism and the Great Inflation
Bordo, Bush, Thomas · Bank of England, 2025
Bewertet die britische Inflation anhand des Zusammenspiels von Finanzpolitik, Schuldenmanagement und geldpolitischen Institutionen neu. Die historische Darstellung zeigt, wie Bemühungen um günstige Staatsfinanzierung und Beschränkungen beim Verkauf britischer Staatsanleihen die Finanzierung ins Bankensystem verlagerten. Spätere Änderungen der fiskalischen Ordnung halfen, die Inflation einzudämmen.
- Monetisation: Do not panic
Pisani-Ferry, Blanchard · CEPR, 2020
Argumentiert aus der Sicht vom April 2020, dass Anleihekäufe während der Pandemie für sich genommen weder fiskalische Dominanz noch unvermeidliche Inflation begründeten. Ob Zentralbanken später Zinsen erhöhen und Reserven verzinsen, ist wichtiger als der anfängliche Umfang der Käufe.
- Financial Repression: Evidence and Theory
Chari, Dovis, Kehoe · Federal Reserve Bank of Minneapolis, 2016
Erklärt, wie vorgeschriebene Bankbestände die Rückzahlungsbereitschaft einer Regierung stärken können, indem sie einen Zahlungsausfall verteuern. Das Modell rechtfertigt Repression nur bei dringendem Finanzierungsbedarf und geringer Glaubwürdigkeit der Rückzahlung, weil der Nutzen zulasten produktiver privater Investitionen geht.
- The Liquidation of Government Debt
Reinhart, Sbrancia · IMF, 2015
Rekonstruiert staatliche Schuldenportfolios, um den Transfer von Sparern an Regierungen bei regulierten Zinsen und Inflation zu messen. Die Studie weist einen erheblichen Schuldenabbau durch Entwertung in der Nachkriegszeit nach und erklärt, weshalb hohe Schulden nach der globalen Finanzkrise diese Politik wiederbeleben könnten.
- Tracking Global Demand for Advanced Economy Sovereign Debt
Arslanalp, Tsuda · IMF, 2012
Erstellt vergleichbare Daten zu Staatsschuldtitelbeständen nach Anlegergruppen und führt Indikatoren für die Anfälligkeit gegenüber Anlegerabzügen ein. Dokumentiert das nach 2008 gestiegene Engagement von Banken in heimischen Staatsschuldtiteln. Die Daten erlauben die Untersuchung regulatorisch gebundener Nachfrage, ohne jeden inländischen Bestand als erzwungen anzusehen.
- Financial repression: Then and now
Reinhart, Kirkegaard · CEPR, 2012
Dokumentiert die Rückkehr negativer Realzinsen nach 2008 und Maßnahmen, die inländische Institute zur Aufnahme öffentlicher Schuldtitel bewegen. Die Autoren deuten regulatorische Vorzugsbehandlung, Pensionsfondsbeschränkungen und Einlagenzinsgrenzen als mögliche moderne Formen finanzieller Repression.