Regeln, die Ersparnisse in Staatsschulden lenken oder Renditen unter der Inflation halten, nach Ländern.

Lenke · Regulatorisch gebundene Nachfrage

Zwangsanlage von Vorsorgefonds- und Sozialversicherungsreserven in Staatsschuldtiteln

Was es ist
Gesetzliche oder administrative Regeln verpflichten nationale Vorsorgefonds oder öffentliche Rentenreservefonds, ihre Mittel beim Staat anzulegen oder zu hinterlegen. Dies geschieht über besondere nicht handelbare Wertpapiere, Mindestanteile an Staatsanleihen oder Pflichteinlagen bei einer Finanzierungsstelle des Schatzamts.
Warum die Maßnahme zählt
Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge werden zu einer großen, dauerhaften und preisunempfindlichen Quelle der Staatsfinanzierung. Den Mitgliedern wird ein administrativ festgelegter Zins statt einer Marktrendite gutgeschrieben.

Wann die Regel in Kraft war

  • Singapur: 2014 → heute, In Kraft; Die Regel kann älter sein als das zitierte Dokument
  • Malaysia: 2000, Historisch; Die Regel kann älter sein als das zitierte Dokument; Das Ende ist nicht dokumentiert
  • Japan: 2001, Historisch; Die Regel kann älter sein als das zitierte Dokument

3 Beispiele

  1. Singapur

    2014 → heuteIn Kraft

    Die Regel kann älter sein als das zitierte Dokument · Laut Quellenbeleg: aktuell

    Der CPF Board legt CPF-Mittel in Special Singapore Government Securities (besondere Staatspapiere Singapurs) an, die die Regierung eigens für ihn ausgibt. Die Erlöse werden mit anderen staatlichen Mitteln zusammengeführt und von GIC angelegt.

    Investment of Central Provident Fund monies in Special Singapore Government Securities (SSGS) issued specially to the CPF BoardPrimärquelle
    “CPF monies are invested by the CPF Board (CPFB) in Special Singapore Government Securities (SSGS). SSGS are issued specially by the Government to CPFB.”

    cpf.gov.sg (öffnet sich in einem neuen Tab)Geprüft: Zitat auf der Seite per Skript abgeglichen

  2. Malaysia

    2000Historisch

    Die Regel kann älter sein als das zitierte Dokument · Das Ende ist nicht dokumentiert · Laut Quellenbeleg: historische Regel; Mindestanteil ab den 2000er-Jahren schrittweise gesenkt (laut DG Trésor, 2018)

    Die Regeln des EPF schrieben vor, 70% der gesamten Anlagen in Staatspapieren zu halten. Dieser Mindestanteil wurde mit Zustimmung der Regierung schrittweise gesenkt, als der staatliche Kreditbedarf in den 2000er-Jahren zurückging.

    EPF management rules requiring 70% of total investment in public securities (as described by the French Treasury, June 2018)Sekundärquelle
    “70% du total investi doit l’être en titres publics. Cependant, du fait de la diminution du besoin de financement de l’Etat dans les années 2000, ce plafond a été progressivement abaissé”

    tresor.economie.gouv.fr (öffnet sich in einem neuen Tab)Geprüft: Zitat auf der Seite per Skript abgeglichen

  3. Japan

    2001Historisch

    Die Regel kann älter sein als das zitierte Dokument · Laut Quellenbeleg: bis zum Haushaltsjahr 2001 (Heisei 13)

    Öffentliche Rentenreservefonds mussten ihre Mittel vollständig beim Trust Fund Bureau (Treuhandfondsamt) des Finanzministeriums hinterlegen. Dieses verwendete sie für das Fiscal Investment and Loan Program (staatliches Investitions- und Kreditprogramm). Die Pflicht wurde im Haushaltsjahr 2001 zugunsten am Markt ausgegebener FILP-Anleihen (JGBs) abgeschafft.

    Trust Fund Bureau Fund Act (資金運用部資金法): mandatory full deposit of public pension reserves (and postal savings) with the Ministry of Finance Trust Fund Bureau, abolished by the fiscal 2001 FILP reformPrimärquelle
    “財政投融資の資金調達のあり方を、郵便貯金、年金積立金の全額義務預託から、財投債(国債)の発行中心に大転換すること”

    mof.go.jp (öffnet sich in einem neuen Tab)Geprüft: Zitat auf der Seite per Skript abgeglichen

    Japan heute: Index 64,9

Beispiele und ihre Zeitangaben geprüft .

Weiterführende Literatur

12 weitere zu Regulatorisch gebundene Nachfrage